Der Sommer ist da. Die Kinder sind voller Energie und spätestens nach dem dritten Ferientag kommt dieser eine Satz: „Mamaaaa, mir ist langweilig!“ Damit du nicht jeden Tag neu überlegen musst, habe ich dir hier 25 einfache Sommerferien Beschäftigungen für Kinder gesammelt. Für draußen, drinnen, Urlaub, Autofahrt, Garten, Regentage und kleine ruhige Momente zwischendurch.
Viele Ideen brauchen kaum Vorbereitung, machen trotzdem Spaß und sind realistisch für den Mama-Alltag. Also kein Ferienprogramm mit 17 Materialien und Nervenzusammenbruch inklusive.
Suchst du noch mehr sommerliche Ideen? Dann interessieren dich vielleicht auch diese Beiträge:
Meine liebste Sommerferien-Regel: Es muss nicht spektakulär sein
Wir Mamas machen uns oft so einen Druck. Jeden Tag etwas Besonderes. Jeden Tag ein Ausflug. Jeden Tag ein kleines Highlight. Und am Ende sind alle überreizt, verschwitzt und irgendwer weint, weil der blaue Becher nicht der richtige blaue Becher war.
Kinder brauchen nicht jeden Tag ein riesiges Programm. Oft reichen kleine Dinge: Ein Picknick auf dem Wohnzimmerboden. Wasser in einer Schüssel. Eine Schatzsuche im Garten. Ein Rätselheft am Küchentisch. Ein paar Eiswürfel. Eine Decke über zwei Stühlen.
Das klingt banal, aber genau solche Dinge bleiben oft hängen.
25 einfache Ideen gegen Langeweile in den Sommerferien
Draußen: Sommer Aktivitäten Kinder ohne großen Aufwand
Wasserspiele im Garten oder auf dem Balkon
Wasserspiele gehen im Sommer einfach immer. Du brauchst dafür keine teuren Spielsachen. Eine selbstgebaute Wasserstraße zum Beispiel funktioniert mit:
- alten Kunststoffflaschen
- Regenrinnen
- Schüsseln
- Messbechern
- Bechern
- kleinen Kisten als Stützen
Kinder können Wasser umfüllen, stauen, schütten und beobachten, wohin es läuft.
Passend dazu
Noch mehr Ideen mit Wasser?
In meinem Blogartikel findest du 10 Wasserspiele für Kinder, die einfach selbst gemacht sind und jede Menge Spaß machen.
Kreide-Kunst auf dem Gehweg
Eine Packung Straßenkreide hält erstaunlich lange – Hüpfkästchen, Mandalas, ganze „Straßenkarten“ für Fahrräder und Bobbycars. Regen wäscht alles weg, also keine Angst vor „Sauerei“. Alter: ab ca. 3 Jahren.
Insekten-Detektive
Mit einer Becherlupe (diese hier ist toll*) durch den Garten oder Park – wer findet die meisten Käfer, Ameisen, Schnecken? Daraus wird oft ein kleines „Forscherbuch“ mit Zeichnungen. Praxishinweis: Tiere nach dem Beobachten wieder freilassen – das gehört für uns fest zur Regel dazu. Alter: 3–10 Jahre.
Barfußpfad laufen
Sand, Gras, Wasser, Steine, Erde oder Handtücher: Ein kleiner Barfußpfad ist schnell aufgebaut und für Kinder ein tolles Sinneserlebnis. Oder ihr sucht euch einen schönen Bafußpfad in eurer Umgebung und macht einen schönen Ausflug dorthin.
Picknick – egal wo
Eine Decke, ein paar Brote, Obst – und sei es nur auf dem eigenen Rasen oder dem Spielplatz fünf Minuten entfernt. Der Ortswechsel allein macht für Kinder oft schon den Unterschied zwischen „langweilig“ und „Abenteuer“. Alter: alle Alter.
Fahrrad- oder Roller-Rallye
Eine kleine Route durch die Nachbarschaft mit „Stationen“ (an der roten Tür anhalten und auf einem Bein stehen, am Briefkasten winken) – macht aus einer normalen Runde ein Spiel. Alter: ab ca. 4 Jahren, sobald sicheres Fahren möglich ist.
Wäscheleine als Wäscheklammer-Spiel
Eine niedrige Leine spannen, Wäscheklammern und Stoffreste bereitstellen – für Kleinkinder ist das stundenlange Feinmotorik-Training, das sich nach Spiel anfühlt. Alter: 1,5–4 Jahre.
Schatzsuche draußen
Verstecke kleine Hinweise im Garten, auf dem Spielplatz oder im Park. Am Ende wartet ein kleiner Schatz, zum Beispiel ein Eis, Sticker oder eine Rätselseite. Eine Schatzsuche klingt aufwendig, muss sie aber nicht sein. Du kannst den Kindern einfach eine Liste geben:
Finde etwas…
- Gelbes
- Rundes
- Weiches
- Hartes
- das gut riecht
- das raschelt
- das kleiner ist als dein Daumen
- das aussieht wie ein Herz
Die Kinder sammeln die Dinge in einem Körbchen oder malen sie auf. Das geht im Garten, im Park, im Wald, am Strand oder auf dem Spielplatz. Für kleinere Kinder kannst du mit Bildern arbeiten. Für größere Kinder mit Wörtern oder kleinen Rätseln.
Mini-Olympiade im Garten
Eine kleine Sommer-Olympiade geht mit ganz einfachen Stationen.
Ideen:
- Sackhüpfen
- Ball in Eimer werfen
- Wasserbecher transportieren
- Eierlauf mit Kartoffel
- Zielwerfen
- Balancieren
- Hüpfen
- Seifenblasen fangen
Du kannst kleine Medaillen aus Papier basteln oder einfach am Ende ein Eis verteilen. Es muss nicht perfekt sein. Kinder lieben Stationen. Auch wenn sie am Ende ihre eigenen Regeln erfinden und du keine Ahnung mehr hast, wer gewonnen hat.
Für dich
SOS bei Langeweile?
Trag dich in meinen Newsletter ein und hol dir das Mini-Rätselheft mit 20 Rätselseiten + 1 Spiel für unterwegs für entspannte Tage mit Kindern direkt in dein Postfach.
Drinnen: für Regentage und Hitzepausen
Die Langeweile-Kiste
Ein einfacher Schuhkarton, gefüllt mit „Bastelresten“ – Klopapierrollen, alte Knöpfe, Wäscheklammern, Reste von Geschenkpapier, Wattepads. Keine Anleitung, kein Pinterest-Projekt.
Praxishinweis: Die Kiste nicht ständig sichtbar lassen – nur bei echter Langeweile rausholen, sonst verliert sie ihren Reiz. Alter: ca. 3–10 Jahre.
Eiswürfel-Schatzsuche
Diese Idee ist besonders an heißen Tagen super. Du frierst kleine Dinge in Eiswürfelformen ein, zum Beispiel:
- kleine Spielfiguren
- Blüten
- Beeren
- Muscheln
- bunte Pompons
- kleine Tiere aus Kunststoff
Dann bekommen die Kinder die Eiswürfel in eine Schüssel und dürfen sie mit warmem Wasser, Löffeln oder Pipetten befreien. Das ist Beschäftigung, Sinneserfahrung und Abkühlung in einem.
Höhlenbau im Wohnzimmer
Decken über Stühle, Kissen drunter, Taschenlampe rein – fertig ist die Festung. Bei uns wird daraus regelmäßig ein „Lesehöhlen-Nachmittag“, bei dem mein Sohn sogar Bücher anfasst, die sonst im Regal verstauben. Praxishinweis: Erlaube, dass die Höhle über Nacht stehen bleibt – das verlängert den Spaß und erspart dir abends Diskussionen. Alter: ab ca. 2 Jahren, mit Geschwistern auch für Größere spannend.
Schatzsuche durch die Wohnung
Kleine Zettel mit Hinweisen verstecken („such unter dem Kissen, auf dem du gerade nicht sitzt“), am Ende wartet ein kleiner Schatz – ein Sticker, ein Stück Schokolade, ein „Gutschein“ für eine Extra-Geschichte vorm Schlafen.
Praxishinweis: Für jüngere Kinder Bilder statt Wörter verwenden. Alter: 4–9 Jahre.
Backen ohne Druck
Nicht das perfekte Instagram-Gebäck, sondern: Teig kneten, Mehl überall, Schürzen, die viel zu groß sind. Was bei uns funktioniert hat: einfache Sachen wie Pizzateig oder Plätzchen, bei denen Kinder selbst Formen ausstechen dürfen. Das dauert, ist chaotisch – und genau das macht es gut. Alter: ab ca. 3 Jahren mit Begleitung, ab 8 Jahren zunehmend selbstständig.
Das "Mama-Büro" für mitarbeitende Kinder
Statt „geh spielen“ frage ich manchmal: „Magst du mein Assistent sein?“ – Wäsche sortieren nach Farben, Socken zuordnen, beim Tischdecken die Servietten falten. Klingt nach Arbeit, fühlt sich für Kinder oft nach Wichtigsein an. Praxishinweis: Echte, sinnvolle Aufgaben geben – Kinder merken sofort, wenn etwas nur „Beschäftigungstherapie“ ist. Alter: ab ca. 3 Jahren.
Kissenschlacht mit Regeln
Klingt banal, ist aber Gold an verregneten Nachmittagen – mit klaren Grenzen (keine Köpfe, kein Wurf auf Geschwister im Gesicht) wird daraus ein wildes, lautes, aber sicheres Toben, das überschüssige Energie rauslässt. Alter: 3–10 Jahre.
Hörspiele und Hörbücher
Kein Bildschirm, trotzdem Geschichte – und die Hände bleiben frei für Lego, Malen oder einfach Decke-Kuscheln. Bei uns läuft das oft, wenn ich selbst kurz Pause brauche. Alter: ab ca. 3 Jahren.
Verkleiden und "Theater"
Alte Kleidung der Eltern, ein paar Tücher, fertig ist das Kostümlager. Manchmal entstehen daraus kleine Aufführungen, manchmal nur ein Nachmittag im Prinzessinnen- oder Piratenkostüm beim Mittagessen – beides okay. Alter: 2–8 Jahre.
Für zwischendurch und für Geschwister-Streit-Momente
Das "Langeweile-Glas"
Auf kleine Zettel Aktivitäten schreiben (Bilderbuch anschauen, Tisch decken, fünf Hampelmänner machen, ein Lied summen), alle in ein Glas – bei „mir ist langweilig“ einfach ziehen lassen. Macht aus der Verantwortung ein Spiel. Alter: ab ca. 4 Jahren.
Gemeinsames Kochen für den Abend
Kinder ab ca. 5 Jahren können schon Gemüse waschen, schnippeln (mit kindersicherem Messer) oder Teig rühren. Das Kind einmal pro Woche mitbestimmen und mitkochen lassen. Alter: ab ca. 5 Jahren mit Begleitung.
Brettspiele neu entdecken
Die Spiele, die im Schrank verstauben, weil „nie Zeit“ ist – die Ferien sind genau die Zeit dafür. Auch ein 20-Minuten-Spiel kann eine ganze Mittagspause überbrücken. Alter: je nach Spiel, viele ab 4 Jahren.
Foto-Safari mit dem alten Handy
Ein ausrangiertes Smartphone (ohne SIM, im Flugmodus) als „Kamera“ – Auftrag: 10 Fotos von Dingen in einer bestimmten Farbe oder Form. Danach gemeinsam anschauen. Alter: ab ca. 5 Jahren.
Briefe oder Postkarten schreiben
An Oma, an die beste Freundin, an sich selbst für später. Malen, kleben, ein Wort schreiben – jede Stufe zählt. Sorgt nebenbei für strahlende Gesichter bei den Empfängern. Alter: ab ca. 4 Jahren.
Für lange Sommernachmittage
Eigenes Eis machen
Eine Beschäftigung, bei der am Ende Eis herauskommt? Brauche ich nicht weiter zu erklären, oder? Kinder können beim Eis machen helfen, Früchte schneiden, Zutaten umrühren, Förmchen befüllen und später natürlich sehr professionell testen.
Passend dazu
Auf der Suche nach gesunden Eisrezepten für Kinder?
In meinem Blogartikel findest du zuckerfreie Eiskreationen: gesund, einfach & mega lecker!
Bücherei-Besuch als Ausflug
Viele Stadtbüchereien bieten in den Ferien sogar kleine Lese-Aktionen an. Allein das Aussuchen von fünf neuen Büchern kann sich für Kinder wie ein kleines Abenteuer anfühlen – und füllt danach mehrere ruhige Nachmittage. Alter: alle Alter.
Sterne- oder Wolkenbeobachtung
Eine Decke raus, sich auf den Rücken legen, Formen in den Wolken oder abends die ersten Sterne suchen. Klingt klein – ist für viele Kinder einer der Lieblingsmomente des Sommers, gerade weil nichts „passiert“. Alter: alle Alter.
Eigene "Zeitung" oder Comic basteln
Papier falten, Geschichten ausdenken, malen, mit Wörtern oder Symbolen – für Kinder, die gern erzählen und gestalten, kann das tagelang Stoff geben. Alter: ab ca. 5 Jahren.
Der "Nichts-Tun-Tag"
Bewusst ein Tag ohne Programm, ohne Ausflug, ohne Plan. Klingt nach dem Gegenteil dieser Liste – ist aber oft der Tag, an dem die schönsten, eigenen Ideen entstehen. Was bei uns funktioniert hat: einmal pro Woche fest einplanen, dann verliert er seinen Schrecken. Alter: alle Alter.
Kleine Sommerabenteuer
Neuen Spielplatz entdecken
Ein unbekannter Spielplatz fühlt sich für Kinder sofort nach Abenteuer an. Neue Rutsche, neue Schaukel, neue Energie. Vielleicht gibt es einen schönen Wasserspielplatz bei euch in der Nähe.
Wochenmarkt besuchen
Kinder können Obst aussuchen, Beeren probieren und Farben entdecken. Danach könnt ihr daraus direkt einen Sommersnack machen.
Bauernhof besuchen
Tiere anschauen ist für Kinder ein echtes Erlebnis und passt perfekt in den Sommer.
Fahrrad- oder Laufradtour machen
Es muss keine große Tour sein. Eine kleine Runde mit Snackpause reicht völlig.
Alle mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Danke, dass du meinen Herzensblog unterstützt!
Für dich
Sommerferien ohne Langeweile?
Falls du wie ich manchmal selbst keine Idee mehr parat hast, wenn der nächste „mir ist langweilig“-Moment kommt: Im Mini Rätselheft „SOS bei Langeweile“ findest du 20 fertige Rätsel zum Ausdrucken.
